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Ein Festtag für Anderten 1954

Kapelle Anderten

Anderten. Der Himmel hatte alle Schleusen geöffnet, es goß in Ströhmen, als die Festgemeinde in Anderten ihren Gang zur Kapelle antrat. In dem kleinen Gotteshaus erlebten alle eine herzliche Freude, denn der kleine Raum glänste und strahlte trotz des düsteren Wetters. Beeindruckt war man von dem neuen Altar, dessen Altarbild von Prof. Horrmeyer-Hannover gemalt war. Architekt Neumann vom Landeskirchenamt Hannover, der für die Instandsetzung der Kapelle namhafte Beträge zur Verfügung gestellt hatte, überwachte persönlich die Arbeiten, er war wiederholt in Anderten. Der kurz nach der Umpfarrung nach Heemsen von der neuen Muttergemende geschenkte Kronleuchter strahlte in neuem Glanze, und die schöne Wandbeleuchtung ist wieder ein Geschenk  derselben zum  100jährigen Bestehen.
Den Festgottesdienst in der Kapelle hielt der Landessuperintendent i.R. Lienhop aus Oiste der die Gemeinde gemahnte,  Gott dem Herrn  und Gott dem Vater in der schönen Kapelle auch in innerer Bereitschaft anzubeten.
Des schlechten Wetters wegen mußte die Feierstunde  am Nachmittag leider aus dem Eichenhain auf die große Diele des Landwirtes Lammers verlegt werden. Nach dem einleitendem Posaunenvortragdes des Heemser Chors eröffnete der Männergesngverein Anderten unter Leitung von Lehrer Aust die Feierstunde. Darauf  schilderte Pastor von Lingen in kurzen Worten den Werdegang der Kapelle  und ließ auch nicht unerwähnt, daß vor 80 Jahren, als die Umpfarrung nach Heemsen vorgenommen werden sollte, alle betroffenen Gemeinden, Anderten, Eystrup und Heemsen sehr betrübt waren.
Nach Verfügung des Konsistoriums Hannovers kam es in Anderten  sogar zu einer Prozestversammlung. Aber auch eine Fahrt nach Hannover konnte an dieser Verfügung nichts ändaern. Pastor v. Lingen sprach die Hoffnung aus, daß Anderten sich nun ganz als Kind der Heemser Kirchengemeinde fühle. Er dankte allen Spendern für ihre Unterstützung.
Den nun folgenden Festreden von Landessuperindent i.R. Lienhop sowie Pastor Klenke aus der ehemaligen Muttergemeinde Eystrup, wurden umrahmt vom Blasen und Singen des Heemser Posaunenchors und der Gemeindejugend. Besonders waren die Worte von Landessuperintendent i. R. Lienhop, der am Abschluß seiner Amtstätikeit steht und zum letzenmal außerhalb seiner Gemeinde Oiste eine Amtshandlung vornahm, zu Herzen gehend. Er ermahnte die toten Steine der schönen Kapelle mit lebendigen Steinen der schönen Kapelle mir lebendigen Steinender Gemeindemitglieder zu füllen und auf dem Grundstein Jesu eine lebendige Kapelle aufzubauen.
Pastor Klenke überbrachte Grüße aus der alten Muttergemeinde und zeigte der Gemeinde  an Hand von Erlebnisberichten aus der Gefangenschaft in Rußland, daß Kirche  überall ist, wo sich Menschen im Glauben finden.

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